DEBATTE

Wir laden hier zu kritisch-konstruktiven Auseinandersetzungen über Erfordernisse für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaft ein. Mit Neugier, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein zeigen wir die Vielfalt dessen auf, was heute schon denkbar und machbar ist.

Wissenschaftspolitische Empfehlungen
Debattenreihe: Economists for Future
Empfehlungen: Neuerscheinungen

PLURALE ÖKONOMIK & NACHHALTIGKEIT

Impulse für eine zukunftsfähige ökonomische Lehre & Forschung

Zum Status Quo ökonomischer Bildung an deutschsprachigen Hochschulen

Factsheet | Economists for Future

Das PDF-Dokument fasst die jüngsten Forschungsergebnisse rund um die universitäre Volkswirtschaftslehre (insb. ihre Ausbildungsprogramme) zusammen. 15 Fakten zur ökonomischen Bildung.

⯈ Zum Download [Juli 2020]

Warum die Klimakrise die moderne Ökonomik herausfordert

Diskussionsbeitrag | Economists for Future

Die Klimakrise betrifft nicht nur die Umweltökonomik, sondern die gesamte Disziplin. Auch angesichts der Corona-Pandemie behält das Thema seine Dringlichkeit. Mit diesem Beitrag sollen konkrete Diskussionen über notwendige und angemessene Konsequenzen für die Wirtschaftswissenschaften angestoßen werden. Der Diskussionsbeitrag ist Ergebnis einer mehrmonatigen, internen Auseinandersetzung und soll den internationalen E4F-Aufruf von Ende November 2019 weiter fundieren. 

⯈ Eine Einladung zur Diskussion [Mai 2020]

Weitere Stimmen & Positionen, die konkrete Konsequenzen fordern:

Wir müssen Wirtschaft anders denken – menschlicher, gerechter, ökologischer!

Impulspapier für eine zukunftsfähige ökonomische Lehre | Netzwerk Plurale Ökonomik

Um konstruktiv zu einem solchen Wandel beizutragen, hat eine Netzwerk-Arbeitsgruppe die Forderungen aus dem Offenen Brief von 2012 in ein Impulspapier ausdifferenziert und aktualisiert. Bisher fehlte ein solches Kompendium, das die Kritik des Netzwerks an der heutigen Volkswirtschaftslehre bündelt und mit konkreten und progressiven Verbesserungsvorschlägen anreichert.  

⯈ Kurzversion (4 Seiten) und ausführliche Version (40 Seiten) unter Infos & Download [Mai 2020]

Nachhaltige Entwicklung an deutschen Hochschulen

Positionspapier | BuFak WiSo

Aufgrund des rasanten Wandels der Erdsysteme durch Klimawandel, bedrohlicher Biodiversitätsverluste, Bodendegradation und Desertifikation, Wassermangel und -verschmutzung sowie der aktuellen weltweiten Ressourcenverknappung und globaler Ernährungsunsicherheiten möchte sich die Bundesfachschaftenkonferenz Wirtschafts- und Wirtschaftssozialwissenschaften für eine Transformation zur Nachhaltigkeit einsetzen (siehe WBGU 2011). Wir fordern eine strategische und operative Implementierung von Nachhaltigkeit an den Hochschulen.

⯈ Zum Download [November 2018]

Nachhaltigkeit und Ethik an Hochschulen

Positions- und Forderungspapier | netzwerk n · sneep · Weitblick · Was bildet ihr uns ein?

Der Großteil unserer Hochschulen gibt den Studierenden noch nicht die benötigten Fähigkeiten an die Hand. Für einen grundlegenden Strukturwandel in der Hochschullandschaft hin zu mehr nachhaltigem und ethischem Handeln braucht es eine Forschung und Lehre, die sich inhaltlich stärker mit der Ergründung und Weitergabe von Wissen beschäftigen, das zur Bewältigung der aktuellen ökologischen und sozialen Krisen beiträgt. Dazu gehört aber auch, dass die Hochschulen selbst, ihr Betrieb und ihre Governance zu Vorbildern einer nachhaltigen Gesellschaft werden.

⯈ Zum Download: Kurzversion und ausführliche Version [Oktober 2017]

DEBATTENREIHE IM MAKRONOM: ECONOMISTS FOR FUTURE

Impulse für ein neues Wirtschaftsverständnis

Was folgt aus der Klimakrise für unsere Wirtschaft(sweisen) und das Denken darüber? In einer Debattenreihe – in Kooperation mit dem Online-Magazin für Wirtschaftspolitik Makronom – stellen wir ökonomische Perspektiven und verschiedene Aspekte zur Diskussion. Die Zweitveröffentlichung auf Exploring Economics ermöglicht einen kostenfreien Zugriff auf vergangene Beiträge.

Die Beiträge setzen sich kritisch-konstruktiv mit aktuellen Leerstellen und Herausforderungen in der Klimaökonomik und Wirtschaftspolitik auseinander. Dabei geht es beispielsweise um den Umgang mit Unsicherheiten und Komplexität sowie um Fragen nachhaltiger Wirtschaftspraxis und Pfadabhängigkeiten, um soziale und ökologische Grundlagen, wie auch angemessene Klimapolitiken.

TEIL 2 | September bis … 2020

(jede Woche ein neuer Impuls: Der nächste Beitrag erscheint wegen Herbstpause erst am 26.10.)

Die Klimakatastrophe ist kein Parkticket

Stephan Juricke & Björn Suckow

Der Umgang mit Unsicherheiten ist Teil jeder Wissenschaft – auch der Klimawissenschaften. Doch das bedeutet nicht, dass es keinen Grund gäbe, entschlossen gegen den Klimawandel anzukämpfen.

Postwachstum in Zeiten von Corona

Birte Strunk

Es stimmt hoffnungsvoll zu sehen, welche weitreichenden Maßnahmen die Politik ergreifen kann, wenn eine Situation einmal als Krise identifiziert wurde. Doch in der Klimakrise reicht der politische Wille allein nicht, solange bestehende Diskurse darüber, weshalb und wie investiert und reguliert werden soll, unangetastet bleiben.

Die Alltagsökonomie für ein gutes Leben

Richard Bärnthaler, Andreas Novy, Leonhard Plank & Alexandra Strickner

Die Covid-19 Pandemie hat gezeigt, dass manche wirtschaftliche Zonen wichtiger sind als andere, um Lebensgrundlagen zu sichern und ein gutes Leben zu ermöglichen. An dieser „Alltagsökonomie“ gilt es anzusetzen, um Wirtschaften zukunftsfähig zu machen.

Mit Wachstumsunabhängigkeit zur nachhaltigen Digitalisierung

Kora Kristof & Steffen Lange

Die Zukunft der Ökonomie wird digital sein. Daher ist es wichtig, schon heute die richtigen Weichen zu stellen und die digitale Infrastruktur mit einer Nachhaltigkeits-transformation zu verknüpfen.

TEIL 1 | September bis Dezember 2019

(chronologisch absteigend)

Die vorsorgeorientierte Postwachstumsposition

Nils aus dem Moore & David Hofmann

Im Diskurs über Wachstum, Klimapolitik und Nachhaltigkeit stehen sich die Positionen „Green Growth“ und „Degrowth“ diametral gegenüber. Doch dieser unproduktive Antagonismus kann überwunden werden.​

Klimagutscheine, Ungleichheit und Holidays4Future

Katharina Bohnenberger

Es wird leider oft vergessen, dass Klimaschutz präventive Sozialpolitik ist – denn ohne Klimaschutz sind es die Ärmsten, die noch schlechter gestellt werden. Kurz gesagt: Sozial ist, was Klimaschutz schafft.

Postwachstumsökonomik und die Klimakrise

Elena Hofferberth

Um die Klimakrise und ihre Ursachen wirklich zu bekämpfen, müssen die derzeitige Wirtschaftsweise grundlegender hinterfragt und Möglichkeiten einer sozial-ökologischen Transformation untersucht werden.

Das Politische des Ökonomischen wiederentdecken

Anil Shah

Es braucht ein alternatives Wirtschaftssystem, in dem Produktions- und Naturverhältnisse nicht mehr von sozialen Spaltungen und dem maßlosen Streben nach Geldverwertung beherrscht werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss sich die Ökonomik als Disziplin grundsätzlich wandeln.

Die blinden Flecken der neoklassischen Klimaökonomik

Lia Polotzek & Joachim Spangenberg

Um der Klimakrise zu begegnen, müssen wir unsere Art zu wirtschaften radikal verändern. Doch die vorherrschende ökonomische Theorie ist ein großes Hindernis auf dem Weg zu einer notwendigen nachhaltigeren Wirtschaftsweise. Außerdem führt sie zu Politikempfehlungen, die systematisch die Möglichkeit einer Postwachstumswirtschaft ausblenden.

Die Klimakrise als Krise der Wirtschaftswissenschaft

Katharina Keil & Max Wilken

Die VWL müsste im Angesicht der Klimakatastrophe grundlegende Fragen bezüglich unserer Wirtschaftsweise beantworten. Stattdessen verbleibt sie allzu oft in einer abstrakten, mathematischen Modellwelt, in der Klimafolgen zu berechenbaren Risiken werden sowie politische Realitäten und Machtinteressen ausgeblendet bleiben.

Warum wir eine agile Klimapolitik brauchen

Jonathan Barth & Jakob Hafele

Die scheinbare Eindeutigkeit der wirtschaftswissenschaftlichen Analyse von Maßnahmen gaukelt eine Berechenbarkeit vor, die nichts mit der Realität zu tun hat. Vielmehr braucht es gerade in der Klimapolitik einen Ansatz, der flexibel reagieren kann und gleichzeitig die Entwicklung neuer innovativer Lösungen befördert: das sogenannte agile Politikdesign.

Wie der klimaneutrale Umbau des Industriestandorts Deutschland gelingen kann

Jan-Erik Thie & Benjamin Görlach

Die enorm innovationsstarke deutsche Industrie ist in der Lage, viele der für die Erreichung von Klimaneutralität benötigten technischen Lösungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dies ist jedoch kein Selbstläufer, sondern erfordert auch ein langfristiges Engagement der öffentlichen Hand.

Ein echter Green New Deal sollte auch die Demokratie stärken​

Janina Urban

Bei der Klimafrage müssen nicht nur ökologische, sondern auch gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Denn ein dauerhaftes Makromanagement, das die Natur zwar preislich abbilden kann, dessen Richtungsbestimmung aber privatisiert bleibt, wird weder das Klima noch die Demokratie retten.

Wie die Wende zu einem nachhaltigen Finanzsystem gelingen kann

Claudia Kemfert

Eine konsequente Energiewende wäre die beste Medizin für eine durch fossile Energieabhängigkeit dauergefährdete europäische Wirtschaft. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist der Umbau der Finanzarchitektur hin zu strenger Nachhaltigkeit elementar.

Ökonomik ohne Existenznotwendigkeit?

Sebastian Thieme

Die Notwendigkeit der Erreichung des 1,5-Grad-Ziels lässt sich nicht begreifen, wenn noch nicht einmal die Einsicht in die Notwendigkeit existiert, sich selbst zu erhalten. Insofern ist die Standard-Ökonomik denkbar schlecht aufgestellt für die Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation.

Was eine moderne Klimaökonomik berücksichtigen sollte

Eugen Pissarskoi

Die von Forschern wie William Nordhaus verwendete Theorie des erwarteten Nutzens ist nicht geeignet, um klimapolitische Handlungsempfehlungen auszusprechen. Stattdessen sollten Klimaökonom*innen lieber eine Bandbreite von Strategien aufzeigen, die sich im Lichte des verfügbaren Wissens und aller ethisch legitimen Annahmen ergeben.

WEITERE BEITRÄGE AUF EXPLORING ECONOMICS

| Frühling 2020

Hier ist Platz für Repliken & weitere Beiträge

….

⯈ Debattenreihe im Makronom: Call for Abstracts [Juni 2019]

⯈ Ein Kommentar zum Auftakt: Warum es neues ökonomisches Denken braucht [Mai 2019]

DEBATTE: NEUERSCHEINUNGEN (AUSWAHL)

Spannender Lesestoff

Sammelband: economists4future

| Lars Hochmann (Hrsg.)

Eins haben Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise ebenso wie die Corona-Pandemie gemein: Sie entlarven die Fragilität unserer Wirtschaft und zeigen, wie abhängig wir uns als Gesellschaft von ihr gemacht haben. Alte, scheinbar bewährte Lösungen greifen nicht mehr, …

Zeit für die Wirtschaftswissenschaften, die Gebetsmühle aus Effizienz und Eigennutz zu zerschlagen und neue Visionen für eine bessere Welt aufzuzeigen. Mit Beiträgen von Maja Göpel, Uwe Schneidewind, Silja Graupe, Sebastian Thieme, u.a.

⯈ Weitere Informationen finden sich hier [August 2020]

Internationaler Report: Beyond economics as usual

| Economists for Future International

Der englischsprachige Report versucht die allgemeine disziplinäre Trägheit im Angesicht der Klimakrise besser zu verstehen und fragt, was es bedeutet, die Klimakrise als die Krise zu behandeln, die sie ist. Dazu wurden Interviews mit neun führenden Ökonom*innen geführt: Jayati Ghosh (Jawaharlal-Nehru-Universität), Yanis Varoufakis (Griechisches Parlament), Dimitri Zenghelis (Forschungsinstitut LSE Grantham), Jane Kabubo-Mariara (Universität Nairobi), David Colander (Middlebury College), Penny Mealy (INET Oxford), Michael Jacobs (Universität Sheffield), Claudia Kemfert (DIW Berlin) und Grieve Chelwa (Universität Kapstadt).

⯈ Zum Download [Juli 2020]

Buch: Mondays for Future

| Claudia Kemfert

In rund 120 Fragen und Antworten werden Fakten und Zusammenhänge der Klimadebatte erläutert und von Klimaskepsis bis Ökodiktatur, von CO2-Steuer bis Emissionshandel zahlreiche Facetten der Debatte aufgegriffen. Ergänzend zeigen über 50 Handlungsempfehlungen, wie und wo Unternehmende, Politiker*innen und Bürger*innen den Wandel konkret umsetzen können. 

⯈ Weitere Informationen finden sich hier [April 2020]

Buch: Unsere Welt neu denken

| Maja Göpel

Unsere Welt steht an einem Kipp-Punkt, und wir spüren es. Einerseits geht es uns so gut wie nie, andererseits zeigen sich Verwerfungen, Zerstörung und Krise, wohin wir sehen. Ob Umwelt oder Gesellschaft – scheinbar gleichzeitig sind unsere Systeme unter Stress geraten. Wir ahnen: So wie es ist, wird und kann es nicht bleiben. Wie finden wir zu einer Lebensweise, die das Wohlergehen des Planeten mit dem der Menschheit versöhnt? Wo liegt der Weg zwischen Verbotsregime und Schuldfragen auf der einen und Wachstumswahn und Technikversprechen auf der anderen Seite? 

⯈ Weitere Informationen finden sich hier [Februar 2020]